Externer Datenschutzbeauftragter

Viele Unternehmen wissen nicht, ob und wann ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen ist. Hier hilft zunächst ein Blick in das Gesetz:

§ 4f BDSG

(1) Öffentliche und nicht-öffentliche Stellen, die personenbezogene Daten automatisiert verarbeiten, haben einen Beauftragten für den Datenschutz schriftlich zu bestellen. Nicht-öffentliche Stellen sind hierzu spätestens innerhalb eines Monats nach Aufnahme ihrer Tätigkeit verpflichtet. Das Gleiche gilt, wenn personenbezogene Daten auf andere Weise erhoben, verarbeitet oder genutzt werden und damit in der Regel mindestens 20 Personen beschäftigt sind. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für die nicht-öffentlichen Stellen, die in der Regel höchstens neun Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigen. Soweit aufgrund der Struktur einer öffentlichen Stelle erforderlich, genügt die Bestellung eines Beauftragten für den Datenschutz für mehrere Bereiche. Soweit nicht-öffentliche Stellen automatisierte Verarbeitungen vornehmen, die einer Vorabkontrolle unterliegen, oder personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung, der anonymisierten Übermittlung oder für Zwecke der Markt- oder Meinungsforschung automatisiert verarbeiten, haben sie unabhängig von der Anzahl der mit der automatisierten Verarbeitung beschäftigten Personen einen Beauftragten für den Datenschutz zu bestellen.

Alles klar?

Als Unternehmen zählen Sie zu den nicht-öffentlichen Stellen. Wenn Sie nun personenbezogene Daten mittels IT verarbeiten und hiermit in der Regel mehr als 9 Mitarbeiter beschäftigt sind, oder automatisierte Verarbeitungen vornehmen, die einer Vorabkontrolle unterliegen, oder personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung, der anonymisierten Übermittlung oder für Zwecke der Markt- oder Meinungsforschung automatisiert verarbeiten, haben Sie unabhängig von der Anzahl der mit der automatisierten Verarbeitung beschäftigten Personen einen Beauftragten für den Datenschutz zu bestellen.

Wen kann ich bestellen?

Nach § 4f Abs. 2 BDSG können Sie entweder einen Mitarbeiter als sogenannten internen Datenschutzbeauftragten, oder einen externen Datenschutzbeauftragten bestellen. Allerdings ist beiden gemein, dass diese die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit besitzen.

Vorteil externer Datenschutzbeauftragter?

Der Vorteil beim externen Datenschutzbeauftragten liegt auf der Hand. Zum einen muss kein Mitarbeiter mit dieser Aufgabe betraut werden, welcher zunächst fortgebildet werden muss und dessen Arbeitszeit nun auch mit datenschutzrechtlichen Angelegenheiten belastet wird. Zum anderen ist der Datenschutzbeauftragte gemäß § 4f Abs. 3 weisungsfrei in seiner Tätigkeit und darf aufgrund seiner Tätigkeit als DSB nicht benachteiligt werden. Zudem genießt der interne DSB einen Sonderkündigungsschutz über § 4f Abs. 3 S. 5 BDSG, welcher eine ordentliche Kündigung des DSB als unzulässig erklärt. Nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes können Sie dem internen DSB kündigen!

All diese Unwägbarkeiten haben Sie bei einem externen Datenschutzbeauftragten nicht. Gerne stehe ich Ihnen als externen DSB für Ihr Unternehmen zur Verfügung. Sprechen Sie mich an, damit wir gemeinsam eine für Sie geeignete Lösung finden.